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MorphoSys AG Interim / Quarterly Report 2003

Mar 24, 2004

291_10-q_2004-03-24_e9e43f3a-7ad8-4750-85f0-1424830527d0.pdf

Interim / Quarterly Report

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Engineering the Medicines of Tomorrow

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Verkürzter Konzern-Halbjahresbericht zum 30. Juni 2003 und 2002

2

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

Inhaltsverzeichnis

Verkürzter Konzern-Halbjahresbericht zum 30. Juni 2003 und 2002

3 Aktionärsbrief

  • 4 Konzern-Lagebericht und Finanzanalyse

  • 9 Verkürzte Konzernbilanz

  • Per 30. Juni 2003 (ungeprüft) und 31. Dezember 2002

  • 10

  • Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  • Für sechs Monate per 30. Juni 2003 und 2002 (ungeprüft)

  • 11

  • Verkürzte Konzern-Eigenkapitalentwicklung

  • Per 30. Juni 2003 (ungeprüft) und 31. Dezember 2002

  • 12

  • Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung

  • Für sechs Monate per 30. Juni 2003 und 2002 (ungeprüft)

  • 13

  • Anhang zum Konzernabschluss (ungeprüft)

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A K T I O N Ä R S B R I E F 3

Sehr geehrte Aktionäre,

MorphoSys machte auch im ersten Halbjahr gute Fortschritte.

Die Ergebnisse des zweiten Quartals bestätigen die positiven Auswirkungen der Umstrukturierung vom November 2002. Dies kann man am Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ablesen. Der Verlust verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 68 %. Dies wirkt sich auch auf die liquiden Mittel des Unternehmens aus. Diese sind beinahe unverändert gegenüber dem Stand zum Jahresende 2002, der Mittelabfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war in den ersten sechs Monaten 2003 sehr gering.

Während des zweiten Quartals wurde die Sachkapitalerhöhung zu Gunsten von XOMA ins Handelsregister eingetragen, und die Aktien wurden an XOMA ausgegeben. Die Kapitalerhöhung geht auf eine Lizenzvereinbarung mit XOMA vom Februar 2002 zurück. Mit dem Erwerb der Lizenzrechte für die XOMA-Technologie hat MorphoSys sein Patentportfolio rund um die firmeneigene HuCAL[®] Technologie wesentlich gestärkt.

Am 16. Mai 2003 fand die ordentliche Hauptversammlung der MorphoSys AG in München statt. Alle von der Gesellschaft vorgeschlagenen Tagesordnungspunkte wurden genehmigt. Außerdem wurden Herr Prof. Dr. Jürgen Drews und Herr Prof. Dr. Andreas Plückthun als Aufsichtsräte wiedergewählt. Beide Aufsichtsräte sind durch ihre Erfahrung und ihr Wissen für MorphoSys sehr wertvoll und wir freuen uns über ihre Wiederwahl.

In der ersten Jahreshälfte 2003 schloss MorphoSys eine Vereinbarung mit Boehringer Ingelheim. Im Rahmen der Partnerschaft erhält MorphoSys Zugang zu den Lizenzrechten für ICAM-1. Diese bilden die Grundlage für unsere firmeneigenen Entwicklungsprogramme MOR101 und MOR102, die sich aktuell in der präklinischen Entwicklung befinden. Wir erwarten Ergebnisse aus den Tierstudien noch während diesen Jahres und planen die Auslizenzierung der Programme vor dem Beginn der klinischen Entwicklung. Mit dieser Strategie werden erhebliche Werte für unsere Aktionäre geschaffen.

Wir erwarten, dass wir unsere Ziele für das Jahr 2003 erreichen und bedanken uns für Ihr anhaltendes Interesse und Ihr Vertrauen in MorphoSys.

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Dave Lemus Finanzvorstand MorphoSys AG

K O N Z E R N L A G E B E R I C H T 4

Konzern-Lagebericht und Finanzanalyse 2. Quartal 2003

Branchenüberblick

Im zweiten Quartal war nur ein moderates Wirtschaftswachstum zu spüren. An den Aktienmärkten weltweit war eine deutliche Erholung zu spüren. Der DAX stieg in zweiten Quartal um rund 32 %, und gehört damit zu den größten Gewinnern unter den bedeutenderen Indices der Welt.

Die Biotechnologie-Branche profitierte ebenfalls von positiven Nachrichten. Im zweiten Quartal wurden einige biotechnologische Medikamente zugelassen, wie z.B. der Antikörper Xolair (Genentech, Novartis und Tanox). Die begonnene Konsolidierung setzte sich ebenfalls fort, mit der Fusion von Biogen und Idec, oder der Übernahme von Powderject durch Chiron.

Der NASDAQ Biotechnology Index stieg im zweiten Quartal um 31 %, und der Prime Pharma & Healthcare Index der Deutschen Börse um 14 %. Die MorphoSys Aktie verzeichnete im selben Zeitraum einen Kursanstieg um 15 %.

Finanzanalyse

Umsatzerlöse

Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Gesamtumsätze für das erste Halbjahr 2003 um 17 % auf 7,2 Mio. EUR (2002: 8,7 Mio. EUR) und befinden sich damit im Bereich der Unternehmensprognose. Die Erlöse aus den Kooperationen im Bereich therapeutische Antikörper trugen 85 % zu den Gesamterlösen bei, während auf Kooperationen im Bereich Target Research 15% entfielen.

Im zweiten Quartal 2003 wurden keine Umsätze durch das Erreichen von Meilensteinen erzielt. Geographisch aufgegliedert wurden 80 % der Umsätze im kommerziellen Bereich in Höhe von 7,2 Mio. EUR mit in den USA ansässigen Biotechnologie- und Pharmaunternehmen generiert, entsprechend 20 % mit Unternehmen mit Sitz in Europa.

Betriebliche Aufwendungen

In den ersten sechs Monaten 2003 verringerten sich die betrieblichen Aufwendungen einschließlich des Personalaufwandes für Aktienoptionen um 8,9 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR (2002: 19,7 Mio. EUR). Der Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum betrug 3,6 Mio. EUR (2002: 11,0 Mio. EUR) - eine Verringerung von 67 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die erzielten Einsparungen sind hauptsächlich auf die erfolgte Restrukturierung sowie auf Patent- und Lizenzvereinbarungen zurückzuführen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand verringerte sich um 3,1 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR (2002: 8,8 Mio. EUR). Gründe hierfür sind hauptsächlich die niedrigeren Kosten der Lizenzvereinbarung mit XOMA sowie geringere Personalkosten und niedrigere externe Forschungskosten aufgrund der durchgeführten Restrukturierung.

5

K O N Z E R N L A G E B E R I C H T

Verwaltungs- und Vertriebskosten

Die Verwaltungs- und Vertriebskosten betrugen 4,1 Mio. EUR gegenüber 8,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang dieser Kosten ist zum Teil auf geringere Ausgaben für Patentstreitigkeiten zurückzuführen, vor allem durch den im Dezember 2002 geschlossenen Vergleich mit Cambridge Antibody Technology (CAT).

Personalaufwand aus der Ausgabe von Aktienoptionen

Im ersten Halbjahr 2003 betrug der nicht zahlungswirksame Personalaufwand aus Aktienoptionen 1,1 Mio. EUR (2002: 2,3 Mio. EUR) aufgrund der Anwendung der Bilanzierungsvorschrift "SFAS No. 123, Accounting for Stock-Based Compensation" nach US GAAP. Die Verringerung ist überwiegend darauf zurückzuführen, dass im Berichtsjahr 2003 als Ergebnis der Restrukturierung weniger Mitarbeiter beschäftigt waren und weniger Wandelschuldverschreibungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres ausgegeben wurden. Des Weiteren wurde der Personalaufwand für die Ausgabe von neuen Aktienoptionen durch den niedrigen Aktienkurs am Ausgabezeitpunkt reduziert.

Aufwand nach Kostenarten

Im ersten Halbjahr 2003 entfielen 3,9 Mio. EUR (ohne den Personalaufwand aus der Ausgabe von Aktienoptionen) auf Personalkosten. Dies entspricht 36 % der gesamten operativen Kosten und stellt damit den größten einzelnen Kostenblock des Unternehmens dar. Kosten für externe Dienstleistungen, Infrastruktur und immaterielle Vermögensgegenstände stellen die nächstgrößten Kostenblöcke dar, mit jeweils 22 %, 12 % und 11 % der gesamten betrieblichen Aufwendungen für das erste Halbjahr 2003.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen Erträge verringerten sich um 2,6 Mio. EUR auf einen Verlust von 1,3 Mio. EUR gegenüber einem Ertrag von 1,3 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2002. Dies wurde im wesentlichen durch Zinsaufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR verursacht, die im Zusammenhang mit der XOMA-Transaktion entstanden sind. Es handelt sich hierbei um eine nicht-zahlungswirksame Belastung im Rahmen der Bilanzierungsvorschriften unter US GAAP. Zusätzlich entstanden ca. 0,2 Mio. EUR Zinsaufwendungen als Resultat der diskontieren Verbindlichkeit in Zusammenhang mit dem CAT-Vergleich. Außerdem buchte das Unternehmen eine Wertberichtigung im Zusammenhang mit der Wertminderung von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 0,75 Mio. EUR.

Jahresfehlbetrag und Verlust pro Aktie

Für die ersten sechs Monate 2003 verzeichnete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 4,9 Mio. EUR gegenüber 9,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der daraus resultierende Verlust pro Aktie für das zweite Halbjahr 2003 betrug 1,22 EUR (2002: 2,50 EUR).

Liquidität/Kapitalfluss

Im zweiten Halbjahr verringerte sich das Umlaufvermögen der Gesellschaft um 6,9 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR im Vergleich zu 29,5 Mio. EUR am 31. Dezember 2002. Am 30. Juni 2003 hielt die Gesellschaft 18,8 Mio. EUR an liquiden Mitteln und börsengängigen Wertpapieren gegenüber 19,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2002, eine Verringerung um 0,3 Mio. EUR. Der Mittelabfluss aus dem operativen Geschäft betrug im ersten Halbjahr 2003 0,3 Mio. EUR (2002: 7,2 Mio. EUR).

Aktiva

Die Bilanzsumme verringerte sich um 7,7 Mio. EUR auf 34,7 Mio. EUR am 30. Juni 2003, gegenüber 42,4 Mio. EUR am 31. Dezember 2002. Der wesentliche Grund hierfür sind Zahlungseingänge im ersten Quartal 2003, die den Forderungsbestand um 6,0 Mio. EUR verringerten.

K O N Z E R N L A G E B E R I C H T 6

Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich zum 30. Juni 2003 um 9,0 Mio. EUR. Dies ist hauptsächlich auf eine Reduzierung der zu zahlenden Lizenzen um 4,9 Mio. EUR, auf den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,0 Mio. EUR sowie der Verringerung der Rechnungsabgrenzungsposten um 2,4 Mio. EUR zurückzuführen. Die Verringerung der zu zahlenden Lizenzen resultiert hauptsächlich aus der Zahlung von Verpflichtungen aus der Lizenzvereinbarungen mit CAT sowie Zahlungen durch Aktien im Zusammenhang mit der Lizenzvereinbarung mit XOMA.

Eigenkapital

Im Jahr 2002 unterzeichnete MorphoSys eine Lizenzvereinbarunge mit XOMA. Im Oktober 2002 beschloss der Aufsichtsrat der MorphoSys AG eine Sachkapitalerhöhung zu Gunsten von XOMA als Teilzahlung für die erworbenen Lizenzrechte. Im Rahmen dieser

Sachkapitalerhöhung wurden 363.466 Aktien an XOMA ausgegeben. Diese Kapitalerhöhung wurde im Mai 2003 im Handelsregister eingetragen und die Aktien wurden an XOMA ausgegeben.

Im Dezember 2002 schloss MorphoSys einen Vergleich mit CAT, um den langjährigen Patentstreit zu beenden. Als Teil der Vereinbarung wird MorphoSys 588.160 Aktien an CAT als Teilzahlung für die Lizenz von CAT ausgeben. Die Lizenzvereinbarung und der Vertrag für die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage wurden Anfang Juli 2003 unterzeichnet. Die Aktienausgabe an CAT wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2003 stattfinden, eine Eintragung im Handelsregister hat noch zu erfolgen.

Bei den Kapitalerhöhungen sind die Bezugsrechte für Aktionäre gemäß der Unternehmenssatzung ausgeschlossen.

Am 30. Juni 2003 betrug die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien 4.313.172, wovon 4.253.410 im Umlauf sind.

Investitionen

Im ersten Halbjahr 2003 betrugen die Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände 0,02 Mio. Euro gegenüber 3,3 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände für das erste Halbjahr 2003 betrugen 0,6 Mio. EUR und blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Investitionen in Sachanlagen betrugen 0,2 Mio. EUR gegenüber 0,6 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2003. Die diesbezüglichen Abschreibungen beliefen sich in den ersten sechs Monaten 2003 auf 0,4 Mio. Euro und waren damit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres unverändert.

Personal

Mitarbeiterzahl

Am 30. Juni 2003 beschäftigte der MorphoSys-Konzern 92 Mitarbeiter (gegenüber 110 Mitarbeiter am 31. Dezember 2002). Von den 92 Mitarbeitern waren 69 im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt, und 23 in Verwaltung und Vertrieb. Am Ende des ersten Halbjahres 2003 beschäftigte MorphoSys 34 promovierte Mitarbeiter im Vergleich zu 45 am Ende des Jahres 2002.

K O N Z E R N L A G E B E R I C H T 7

In den ersten sechs Monaten 2003 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 93 Mitarbeiter (2002: 115).

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2003 wurden die beiden Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Jürgen Drews und Prof. Dr. Andreas Plückthun als Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt. Prof. Dr. Jürgen Drews, Managing Director des Bear Stearns Health Innoventure Fund, ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und gehört dem Aufsichtsrat der MorphoSys AG seit dem Jahr 1997 an. Prof. Dr. Andreas Plückthun, Professor für Biochemie an der Universität in Zürich, Schweiz, ist Mitbegründer der MorphoSys AG.

Forschung & Entwicklung / Forschungskooperationen

MorphoSys entwickelt therapeutische Antikörper sowohl für seine Partnerunternehmen als auch für die eigene Produktentwicklung. In den Kooperationen befinden sich aktuell 20 therapeutische Antikörperprogramme in der Entwicklung. Im Rahmen der eigenen Produktentwicklung arbeitet MorphoSys aktuell an drei Antikörperprogrammen.

Firmeneigene Produktentwicklung

MOR201, das Antikörper-Entwicklungsprogramm gegen FGFR-3 wurde während des Quartals eingestellt. Die ursprüngliche Vereinbarung zwischen MorphoSys und ProChon bleibt bestehen. ProChon wird mit der HuCAL[®] Bibliothek insgesamt vier Antikörper entwickeln. MorphoSys hat jedoch alle Rechte bezüglich der therapeutischen Antikörper gegen FGFR-3 an ProChon zurück gegeben, einschließlich der Entwicklungsrechte für das interne Entwicklungsprogramm MOR201. Bei der eigenen Produktentwicklung konzentriert sich MorphoSys aktuell auf die Programme MOR101 und MOR102. Zusätzlich wurde ein weiteres Programm gestartet. Hierzu wurden noch keine genaueren Informationen bekannt gegeben.

Forschungskooperationen

Bayer AG

Während des ersten Quartals erwarb Bayer eine exklusive Lizenz für die Weiterentwicklung eines HuCAL[®] Antikörpers. Dieser Antikörper richtet sich gegen ein nicht benanntes Zielmolekül aus dem Indikationsgebiet der soliden Tumore. Der Antikörper wurde von Bayer Biotechnology (Berkeley, Kalifornien, USA) aus der HuCAL[®] Bibliothek selektioniert und näher charakterisiert. Er hat bereits Wirksamkeit in verschiedenen in-vitro- und in-vivo-Versuchen gezeigt. Hier konnte eine signifikante Wirksamkeit in verschiedenen Krebs-Tiermodellen demonstriert werden. Bayer plant nun, den Antikörper in weiteren präklinischen Studien zu charakterisieren, und danach den Antikörper in klinischen Studien in der Indikation von soliden Tumoren weiter zu entwickeln. MorphoSys kann zukünftig entwicklungsabhängige Meilenstein-Zahlungen und Tantiemen auf Produkte, die die Marktreife erreichen, erhalten.

MorphoSys und Bayer unterschrieben im Dezember 1999 eine weitreichende Partnerschaft zur Entwicklung von Antikörpern. Im Juli 2001 wurde die Kooperation um weitere vier Jahre verlängert. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Herstellung von humanen Antikörpern für die Bereiche Therapie, Diagnostik und Anwendungen im Bereich der Genomforschung. Bayer verfügt über weitere Optionen für exklusive Lizenzen zur Entwicklung von therapeutischen HuCAL[®] Antikörpern.

K O N Z E R N L A G E B E R I C H T 8

Boehringer Ingelheim

MorphoSys und Boehringer Ingelheim haben eine Zusammenarbeit im Bereich therapeutische Antikörper eine gegenseitige Lizenzvereinbarung beschlossen. Laut dieser Vereinbarungen erhält MorphoSys die exklusive, weltweite Lizenz an Patenten, die sich im Besitz oder unter der Kontrolle von Boehringer Ingelheim befinden, um therapeutische und diagnostische Antikörper gegen ICAM-1 (interzelluläres Adhäsionsmolekül) zu entwickeln, herzustellen und zu vertreiben. Boehringer Ingelheim erhält Optionen für exklusive Lizenzen für therapeutische Antikörper gegen zwei ungenannte Zielmoleküle, die MorphoSys mit seiner HuCAL[®] GOLD Antikörpertechnologie entwickeln wird.

MorphoSys wird mit Hilfe seiner HuCAL[®] GOLD Technologie vollständig humane Antikörper gegen ICAM-1 in zwei entzündlichen Indikationen entwickeln. Im ersten Programm, MOR101, wird ein Antikörperfragment zur Behandlung von schweren Verbrennungen entwickelt. MOR102, das zweite Antikörperprogramm, dient der Behandlung der Schuppenflechte. Man geht davon aus, dass die vollständig humanen HuCAL[®] GOLD Antikörper gegen ICAM-1 bei diesen entzündlichen Erkrankungen über ein ausgezeichnetes Wirksamkeitsprofil verfügen werden, dies jedoch ohne die immunogenen Nebenwirkungen, die in Verbindung mit dem Maus-Antikörper von Boehringer Ingelheim aufgetreten sind. MorphoSys plant, die Produktkandidaten vor dem Beginn der klinischen Entwicklung auszulizenzieren.

Lonza Biologics

Im Januar unterzeichnete MorphoSys eine Vereinbarung mit Lonza Biologics für die Produktion und Bereitstellung von klinischem HuCAL[®] Antikörper-Material. Die Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre und gewährt MorphoSys Zugang zu Lonza's Prozessentwicklung und Herstellungskapazitäten. Die Vereinbarung umfasst zukünftige Entwicklungsprojekte sowohl für MorphoSys eigene Antikörperprojekte, als auch für therapeutische Antikörper aus Kooperationen.

MorphoSys wird seinen Partnern Herstellungskapazitäten bei Lonza anbieten und so den Wert seiner präklinischen Projekte steigern.

Risikobericht

Bezüglich der wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung von MorphoSys sind gegenüber dem am 31.12.2002 abgelaufenen Geschäftsjahr keine Änderungen eingetreten. Der ausführliche Risikobericht ist im Geschäftsbericht 2002 zu finden.

Ausblick

MorphoSys konzentriert sich auf die Stärkung seiner Kooperationen mit Partnern zur Entwicklung von therapeutischen Antikörpern und auf die eigene Produktentwicklung. Hier sollen sowohl bestehende Partnerschaften erweitert als auch neue Kooperationen abgeschlossen werden. Ein weiteres Ziel ist die Auslizenzierung der präklinischen Entwicklungsprogramme, um damit Wertsteigerungen für das Unternehmen zu erzeugen.

Aktuell erwartet MorphoSys, seine Prognose für das Jahr 2003 zu erzielen.

9

K O N Z E R N B I L A N Z

Verkürzte Konzernbilanz (US GAAP)

Konzernbilanz
P)
30.06.2003
31.12.2002
EURO
EURO
Aktiva ungeprüft
Umlaufvermögen
Flüssige Mittel 503.861 842.082
Wertpapiere des Umlaufvermögens 18.333.553 18.274.338
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.756.221 8.732.790
Rechnungsabgrenzungsposten
und sonstige Vermögensgegenstände
1.000.253 1.684.729
Umlaufvermögengesamt 22.593.888 29.533.939
Sachanlagen 1.791.459 2.097.796
Patente, netto 6.494.432 6.898.990
Vorausgezahlte Lizenzgebühren, netto 3.162.089 3.352.604
Sonstige Vermögensgegenstände 611.451 509.984
Aktivagesamt 34.653.319 42.393.313
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.308.097 2.273.539
Zu zahlende Lizenzen 715.996 5.569.291
Rechnungsabgrenzungsposten 5.653.141 8.086.355
Rückstellungen für Löhne und Gehälter 1.045.180 1.468.907
Sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 1.749.400 2.029.608
Kurzfristige Verbindlichkeitengesamt 10.471.814 19.427.700
Langfristige Verbindlichkeiten
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.324.968 2.275.347
Wandelschuldverschreibungengg. nahe stehenden Personen 136.900 74.800
Langfristige Verbindlichkeitengesamt 2.461.868 2.350.147
Eigenkapital
Grundkapital, 3,00 EUR Nennwert;
8.626.344 und 7.345.582 genehmigte Stammaktien;
4.313.172 und 3.949.706 ausgegebene Stammaktien;
4.253.410 und 3.889.944 Stammaktien in Umlauf;
Zum 30.06.2003 bzw. 31.12.2002
12.939.516 11.849.118
Eigene Aktien (59.762 und 59.762 Aktien für 2003 bzw.
2002, zum Bezugspreis)
(21.934) (21.934)
Kapitalrücklage 63.362.051 59.193.912
Kumuliertes sonstiges Comprehensive Income 213.319 (517.591)
Verlustvortrag (54.773.315) (49.888.039)
Eigenkapitalgesamt 21.719.637 20.615.466
Passivagesamt 34.653.319 42.393.313

siehe Anhang

10

K O N Z E R N - G E W I N N - U N D - V E R L U S T - R E C H N U N G

Verkürzte Konzern-Gewinn-und-VerlustRechnung (US GAAP) - ungeprüft

Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-
Rechnung (US GAAP) - ungeprüft
Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-
Rechnung (US GAAP) - ungeprüft
Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-
Rechnung (US GAAP) - ungeprüft
Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-
Rechnung (US GAAP) - ungeprüft
Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-
Rechnung (US GAAP) - ungeprüft
Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-
Rechnung (US GAAP) - ungeprüft
3 Monate
3 Monate
6 Monate
6 Monate
zum 30. Juni
zum 30. Juni
zum 30. Juni
zum 30. Juni
2003
2002
2003
2002
EURO
EURO EURO
EURO
EURO
3 Monate
zum 30. Juni
2003
EURO
3 Monate
zum 30. Juni
2002
EURO EURO
6 Monate
zum 30. Juni
2003
EURO
6 Monate
zum 30. Juni
2002
EURO
U msatzerlöse 3.499.336 4.647.015 7.243.382 8.708.056
B etriebliche Aufwendungen
V Forschungund Entwicklung 2.968.785 3.903.249 5.708.947 8.757.337
Verwaltungund Vertrieb 1.823.560 6.075.101 4.071.981 8.700.732
Aufwand aus Aktienoptionen 596.146 1.137.677 1.057.242 2.277.518
Betriebliche Aufwendungengesamt 5.388.491 11.116.027 10.838.170 19.735.587
erlust ausgewöhnlicher Betriebstätigkeit (1.889.155) (6.469.012) (3.594.788) (11.027.531)
J Zinserträge 165.494 298.058 185.560 384.156
Zinsaufwand (812.672) (687) (911.532) (687)
Wertminderungvon Wertpapieren des Umlaufvermögens (753.768) - (753.768) -
Sonstige Erträge, netto 192.316 840.553 189.251 945.995
Verlust vor Steuern (3.097.785) (5.331.088) (4.885.277) (9.698.067)
Steuern von Einkommen im Ausland (1) (5.230) (1) 18.475
ahresfehlbetrag (3.097.784) (5.325.858) (4.885.276) (9.716.542)
sie Verlust pro Aktie (0,75) (1,37) (1,22) (2,50)
Anzahl der Aktien, zugrunde gelegt für die Berechnung
des Verlustes pro Aktie
4.113.615 3.889.449 4.002.398 3.889.449
he Anhang

11

K O N Z E R N - E I G E N K A P I T A L E N T W I C K L U N G

Verkürzte Konzern-Eigenkapitalentwicklung (US GAAP) - ungeprüft

Kumuliertes
sonstiges Com-
Grundkapital
Eigene Anteile
Kapital
prehensive
Verlust
Rücklage
Gain (Loss)
Vortrag
Aktien
EURO
Aktien
EURO
EURO
EURO
EURO
Gesamtes
Eigen-
kapital
EURO
Stand 1. Januar 2002
3.591.331
10.773.275
59.762
(21.934)
32.452.966
37.047
(25.510.745)
17.730.609
Ausübung von
Aktienbezugsrechten
495
1.485


7.177

8.662
Aufwand aus Aktienoptionen




3.940.412

3.940.412
Kapitalerhöhung im Rahmen der
Euro-Umstellung

718


(718)

Kapitalerhöhung gegen
Bareinlage, davon Ausgabe-
kosten in Höhe von EUR 25.249
357.880
1.073.640


22.794.075

23.867.715
Sonstiges Comprehensive
Income (Loss):
Nicht realisierte Verluste aus
dem Kauf und Verkauf von
kurzfristigen Geldanlagen





(557.178)
(557.178)
Gewinne aus der Umrechnung
von Fremdwährungen durch
Konsolidierung





2.540
2.540
Jahresfehlbetrag






(24.377.294)
(24.377.294)
Comprehensive Loss






(24.931.932)
Stand 31. Dezember 2002
3.949.706
11.849.118
59.762
(21.934)
59.193.912
(517.591) (49.888.039)
20.615.466
Aufwand aus der Gewährung von
Aktienoptionen




1.057.243

1.057.243
Kapitalerhöhung
gegen Sacheinlage
363.466
1.090.398


3.110.896

4.201.294
Sonstiger Comprehensive Loss
Nicht realisierte Gewinne
aus dem Verkauf von kurz-
fristigen Geldanlagen





746.059
746.059
Gewinne aus der Umrechnung
von Fremdwährung durch
Konsolidierung





(15.149)
(15.149)
Jahresfehlbetrag






(4.885.276)
(4.885.276)
Comprehensive Loss (unaudited)






4.154.366
Stand 30. Juni 2003 ungeprüft
4.313.172
12.939.516
59.762
(21.934)
63.362.051
213.319 (54.773.315)
21.719.637

siehe Anhang

12

K O N Z E R N - K A P I T A L F L U S S R E C H N U N G

Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung (US GAAP) - ungeprüft

P) - ungeprüft
Sechs Monate per 30. Juni 2003
EURO
2002
EURO
Cashflow dergewöhnlichen Betriebstätigkeit
Jahresfehlbetrag (4.885.276) (9.716.542)
Überleitung vom Jahresfehlbetrag zum Mittelabfluss aus
dergewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Abschreibungen 440.591 444.067
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 617.010 621.879
Nettogewinn aus dem Abgang von Wertpapieren
des Umlaufvermögens
(196.831) (93.927)
Wertberichtigungder Wertpapiere des Umlaufvermögens 753.768 -
(Gewinn)/Verlust aus dem Verkauf von Anlagevermögen 235 (145)
Auflösungvon Rechnungsabgrenzungsposten (3.478.447) (3.216.467)
Personalaufwand aus Aktienoptionen 1.057.243 2.277.518
Veränderungen von Vermögensgegenständen und
Verbindlichkeiten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.976.569 (1.777.935)
Aktive Rechnungsabgrenzung und sonstige
Vermögensgegenstände
583.009 (405.988)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (965.442) 389.935
Zu zahlende Lizenzen (628.687) 183.977
Rechnungsabgrenzungsposten 1.045.233 3.341.704
Rückstellungen für Löhne und Gehälter (423.727) (283.663)
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten (280.208) 997.929
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 49.621
Mittelabfluss durch diegewöhnliche Betriebstätigkeit (335.339) (7.237.658)
Investitionstätigkeit
Kauf von kurzfristigen Geldanlagen (8.592.506) (36.448.503)
Verkauf von kurzfristigen Geldanlagen 8.722.413 17.020.759
Kauf von Sachanlagen (154.489) (564.149)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 20.000 240
Zugänge zu immateriellen Vermögensgegenständen (21.937) (176.939)
Mittelzu- und -abfluss aus Investitionstätigkeit (26.519) (20.168.592)
Finanzierungstätigkeit
Erträge aus der Ausgabe von Aktien, netto -
23.867.715
Aufwendungen/Erlöse aus der Ausgabe von
Wandelanleihen an nahestehende Personen
62.100 91.300
Kosten im Zusammenhangmit der Aktienausgabe (23.314) -
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 38.786 23.959.015
Einfluss von Wechselkursdifferenzen (15.149) (9.112)
Netto(Zufluss)oder Abfluss der flüssigen Mittel (338.221) (3.456.347)
Flüssige Mittel zum Beginn des Berichtszeitraums 842.082 4.025.334
Flüssige Mittel zum Ende des Berichstzeitraums 503.861
568.988
Sonstige Cash-Flow-Angaben
Im Verlauf des Jahres erhaltene /(gezahlte) Mittel
für Ertragssteuern im Ausland
-
38.889
Nicht realisierter Gewinn auf Wertpapiere d. Umlaufvermögens 189.832 -
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage 4.224.608 3.160.385
siehe Anhan

siehe Anhang

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A N H A N G Z U M K O N Z E R N A B S C H L U S S - U N G E P R Ü F T

Anhang zum verkürzten Konzernabschluss - ungeprüft

1 Unternehmensgegenstand und Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geschäftsfelder und Unternehmensform

Die MorphoSys AG ("die Gesellschaft") ist ein Biotechnologieunternehmen, das die kombinatorische Biologie für die Arzneistoffentdeckung einsetzt. Dies dient vorrangig dem Ziel der Entwicklung und kommerziellen Nutzung neuer Technologien für ein breites wissenschaftliches Spektrum. Die Gesellschaft wurde im Juli 1992 als deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet. 1998 wurde die Gesellschaft in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Börsengang der Gesellschaft erfolgte im März 1999 am Neuen Markt, einem Segment der deutschen Börse für Gesellschaften mit hohen Wachstumsraten. Am 15. Januar 2003 wurde MorphoSys zum Prime Standard in einem Segment der Frankfurter Börse zugelassen.

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2003 wurde nicht geprüft. Nach Meinung des Managements enthält er jedoch alle normalen und wiederkehrenden Buchungen die notwendig sind, um ein den tatsächlichen Umständen entsprechendes Bild des Unternehmens zu zeigen. Die Ergebnisse des Zwischenabschlusses lassen nicht notwendigerweise auf das Gesamt-Jahresergebnis schließen. Die zusammengefasste Bilanz per 30. Juni 2003 wurde aus der im Jahresabschluss per 31. Dezember 2002 enthaltenen Bilanz entwickelt. Der verkürzte Abschluss per 30. Juni 2003 sollte im Zusammenhang mit dem geprüften und testierten Abschluss per 31. Dezember 2002 gelesen werden.

Der Geschäftsbetrieb befindet sich überwiegend in Deutschland. Das Unternehmen hat zwei 100%ige Tochtergesellschaften:

Die MorphoSys USA Inc., die am 16. Februar 2000 in den USA gegründet wurde. Der Firmenzweck des Tochterunternehmens ist die Unterstützung der MorphoSys AG beim Vertrieb und bei der Lizenzierung ihrer Produkte. MorphoSys USA Inc. hat im November 2002 im Wesentlichen ihre Tätigkeiten eingestellt.

Die MorphoSys IP GmbH wurde am 6. November 2002 im Handelsregister München eingetragen. Der Zweck der Tochtergesellschaft ist der Kauf, die Pflege und Verwaltung bestimmter immaterieller Anlagen des MorphoSys Konzerns. Das Unternehmen ist im Gebäude der MorphoSys AG untergebracht. Die MorphoSys IP GmbH hat am 31. Dezember 2002 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen.

Der verkürzte Konzernabschluss beruht auf der Anwendung von Bilanzierungsrichtlinien, die im Anhang bzw. an anderer Stelle des Abschlusses näher erläutert sind.

Grundlage des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde nach den in den USA allgemein anerkannten Bilanzierungsgrundsätzen ("US GAAP") aufgestellt. Die Gesellschaft hat Umbuchungen vorgenommen, die im Wesentlichen die Umsatzrealisierung und den Ausweis einzelner Kostenarten betreffen, um den beiliegenden Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den US-GAAP-Richtlinien zu erstellen.

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A N H A N G Z U M K O N Z E R N A B S C H L U S S - U N G E P R Ü F T

Schätzungen

Die Erstellung der Jahresabschlüsse gemäß den in den Vereinigten Staaten allgemein anerkannten Buchführungsgrundsätzen (United States generally accepted accounting principals - US GAAP) macht es erforderlich, dass die Geschäftsleitung Einschätzungen von Sachverhalten vornimmt und Annahmen trifft, die die in den Jahresabschlüssen und beiliegenden Anmerkungen ausgewiesenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Liquide Mittel und Geldmarktpapiere

Für die Gesellschaft stellen alle Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten flüssige Mittel dar. Die Gesellschaft legt ihre Barmittel in Depots, überwiegend in Geldmarktpapieren, bei zwei großen deutschen Finanzinstituten an.

Konsolidierung

Die beigefügten Jahresabschlüsse der Gesellschaft wurden durch die Konsolidierung der Finanzlage, der Betriebsergebnisse, sowie der Kapitalflüsse zwischen MorphoSys AG und ihren Tochtergesellschaften erstellt. Alle konzerninternen Transaktionen und Salden wurden eliminiert.

Börsengängige Wertpapiere

Die Gesellschaft wendet zur Bilanzierung der Wertpapiere das "Statement of Financial Accounting Standards No. 115, Accounting for Certain Investments in Debt and Equity Securities" ("SFAS No. 115") an. Das Management entscheidet über den korrekten Ausweis der Wertpapiere zum Zeitpunkt des Erwerbs und überprüft die Zuordnung zu jedem Bilanzstichtag. Zum 30. Juni 2003 bzw. zum 31. Dezember 2002 werden alle Wertpapiere als zum Verkauf stehend eingestuft und zu Börsenkursen bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste, die als kurzfristig realisierbar anzusehen sind, werden unter "Accumulated Other Comprehensive Income", einer eigenen Eigenkapitalposition, ausgewiesen. Realisierte Gewinne und Verluste aus Verkäufen werden im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in einem eigenen Posten erfasst. Die Gesellschaft führt regelmäßig einen Test der Werthaltigkeit durch. Ist der beizulegende Zeitwert für einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten geringer als die Anschaffungskosten , dann werden die Wertpapiere um die Beträge, die älter als sechs Monate sind, wertberichtigt.

Derivative Finanzinstrumente

Das Unternehmen bilanziert derivative Finanzinstrumente gemäß "SFAS No. 133, Accounting for Derivative Instruments and Hedging Activities" und die diesbezüglichen Erweiterungen unter "SFAS No. 138". Nach "SFAS No. 133" werden alle Derivative zu ihrem entsprechenden Zeitwert bewertet und entweder als Aktiva oder als Verbindlichkeit bilanziert. Änderungen des Zeitwertes werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Anlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen und Abschreibungen bilanziert. Größere Ersatzbeschaffungen bzw. Verbesserungen werden aktiviert. Instandhaltungs- und Wartungskosten werden als Aufwand ausgewiesen. Die Sachanlagen werden über drei bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Einbauten in gemietete Räume werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Mietlaufzeit abgeschrieben.

Umsatzrealisierung

Die Umsätze der Gesellschaft stammen aus Gebühren für die Bereitstellung der Technologie, Gebühren aus Kooperationsverträgen im Bereich Forschung und Entwicklung, vorwiegend mit Unternehmen mit Sitz in den USA.

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Umsatzerlöse aus nicht rückzahlbaren Technologiebereitstellungs-, -nutzungs- und Lizenzgebühren werden abgegrenzt und linear über die entsprechende Vertragslaufzeit bzw. bei Verträgen ohne vertragliche Befristung über die geschätzte Laufzeit der Kooperationen verteilt, sofern nicht genauere Erkenntnisse über die Verteilung der Erlöse zur Verfügung stehen. Zahlungen, welche im Rahmen von Kooperationsverträgen im Bereich der Forschung und Entwicklung anfallen, werden in jener Periode ausgewiesen, in der die vereinbarten Dienstleistungen erbracht wurden.

Staatliche Investitionszuschüsse für die Unterstützung spezieller Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden bis zur Höhe der damit im Zusammenhang stehenden Kosten als Umsätze erfasst. Gemäß den Bedingungen für staatliche Investitionshilfen haben die Vergabestellen das Recht, die Verwendung der ausgezahlten Gelder zu prüfen.

Segmentberichterstattung

Die Gesellschaft ist hauptsächlich in einem Unternehmensbereich tätig, der mit der Entwicklung von Antikörpertherapeutika in der biotechnischen Industrie in Zusammenhang steht. Daher veröffentlicht die Gesellschaft keine wesentlichen, zusätzlichen Informationen gemäß der die Definition der Segment-Berichterstattung, die im "SFAS No. 131, Disclosure about Segments of an Enterprise and Related Information" geregelt ist.

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung werden je nach Anfall als Aufwand gebucht.

Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen

Das Unternehmen wendet die Bestimmungen der "SFAS No. 123, Accounting for Stock-BasedCompensation" an, nach denen das Unternehmen den geschätzten Marktwert für Aktienoptionen und ähnlicher Instrumente als Personalkosten für den Zeitraum ausweisen muss, in dem der Angestellte die Dienste erbringt, die mit der Prämie zusammenhängen.

Währungsumrechnung

Die Bilanzen ausländischer Tochtergesellschaften wurden in Übereinstimmung mit "SFAS No. 52 Foreign Currency Translation" in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzkonten erfolgte zu den am Bilanzstichtag gültigen Wechselkursen. Die Umrechnung der Konten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte zum jährlichen durchschnittlichen Wechselkurs. Gewinne und Verluste, die aufgrund der Wechselkursänderungen entstehen, werden unter "Other Comprehensive Income/(Loss) ausgewiesen.

Jahresfehlbetrag pro Aktie

Der Verlust pro Aktie wird in Übereinstimmung mit "SFAS No. 128, Earnings per Share", berechnet. Grundlage für die Berechnung ist die für das entsprechende Jahr durchschnittliche Anzahl der Stammaktien im Umlauf.

Die sich im Umlauf befindlichen Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen des Unternehmens wurden bei oben stehender Berechnung des Nettoverlustes pro Aktie ausgenommen, da ihre Berücksichtigung einen Verwässerungseffekt zur Folge hätte.

Wertminderung langlebiger und identifizierbarer Vermögensgegenstände

Die Gesellschaft überprüft den Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände laufend auf mögliche Wertminderungen, wann immer Ereignisse oder Veränderungen der Umstände zeigen, dass der Buchwert solcher Vermögensgegenstände eventuell nicht erzielbar ist. Dies geschieht durch den Vergleich des geplanten, nicht-diskontierten Cashflows der Vermögensgegenstände mit den entsprechenden Buchwerten. Eine Wertminderung ergibt sich, wenn der

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zukünftige geschätzte, nicht-diskontierte Cashflow geringer ist, als der Buchwert des entsprechenden Gegenstandes. Ein Wertverlust wird nach der Höhe bemessen, um den der Buchwert des Vermögensgegenstandes den Zeitwert übersteigt. Für die am 30. Juni 2003 und 31. Dezember 2002 endenden Perioden sind keine wesentlichen Wertminderungen ausgewiesen.

Patentkosten

Die Gesellschaft aktiviert Kosten, die im Zusammenhang mit der Anmeldung von Patenten und dem Schutz bereits erlangter Patente anfallen. Bei den aktivierten Kosten handelt es sich im Wesentlichen um Kosten der Rechtsberatung. Die Patentkosten werden linear über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Patentlaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung der Patentkosten beginnt zum Zeitpunkt der Erteilung. Das erste Patent der Gesellschaft für die firmeneigene HuCAL[®] Technologie wurde in Australien im Oktober 2000, in den USA im Jahre 2001 und in Europa im Juni 2002 erteilt. Weitere Patentanmeldungen sind in Kanada und Japan anhängig.

Erworbene Lizenzrechte

Die Gesellschaft hat Lizenzen von Dritten durch Vorauszahlung von Lizenzkosten, jährlich anfallenden Lizenzgebühren zur Aufrechterhaltung der Lizenzverträge und Lizenzkosten im Zusammenhang mit abgeschlossenen Kooperationsverträgen erworben. Die Gesellschaft schreibt vorausbezahlte Lizenzgebühren linear über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer der erworbenen Lizenzen ab. Jährliche Kosten zur Aufrechterhaltung dieser Lizenzverträge werden gemäß den Vertragsbedingungen über das jeweilige Jahr abgeschrieben. Lizenzkosten im Zusammenhang mit den Kooperationsverträgen werden linear über die Vertragslaufzeit der Kooperation oder, falls eine Laufzeit nicht ausdrücklich vereinbart wurde, über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Konzentration des Kreditrisikos

Finanzanlagen, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Kreditrisikos bedeuten, bestehen überwiegend aus Barmitteln, marktgängigen Wertpapieren und Forderungen. Bargeld und Geldmarktpapiere werden hauptsächlich in Euro und US-$ geführt. Die Anlage erfolgt in hochwertigen börsengängigen Wertpapieren. Bargeld und börsengängige Wertpapiere werden bei zwei renommierten deutschen Finanzinstituten angelegt. Die Gesellschaft kontrolliert laufend ihre Anlagen bei den Finanzinstituten und deren Bonität, wobei von einem quasi nicht vorhandenen Ausfallrisiko ausgegangen wird. Infolge einer bestehenden Kundenkonzentration unterliegen die Umsätze und Forderungen des Unternehmens jedoch einem Ausfallrisiko. Zum 30. Juni 2003 betrug bei drei Kunden der Anteil an den ausstehenden Forderungen von MorphoSys etwa 49 %, 32 % und 11 %. Weiterhin wurden zum 30. Juni 2003 mit drei verschiedenen Kunden 43 %, 26 % bzw. 16 % der Umsätze des Unternehmens erzielt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Rückstellung für zweifelhafte Forderungen beruht auf einer Beurteilung des Managements über das Ausfallrisiko der Forderungen bei einem speziellen Kunden. Sollte eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit eines größeren Kunden eintreten oder aktuelle Ausfälle höher sein als bisher angenommen, können die Schätzungen der Geschäftsführung für den Ausgleich der dem Unternehmen geschuldeten Beträge nachteilig beeinflusst werden. Nach der Auffassung der Geschäftsführung waren zum 30. Juni 2003 und zum 31. Dezember 2002 keine Rückstellungen erforderlich.

Per 30. Juni 2003 und 31. Dezember 2002 beinhalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht berechnete Beträge in Höhe von ca. 2.632.395 EUR bzw. 265.000 EUR.

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Zeitwert von Finanzierungsinstrumenten

Der Buchwert von Finanzierungsinstrumenten wie Bargeld und Geldmarktpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten, entspricht aufgrund der Kurzfristigkeit annähernd ihrem Zeitwert. Der Verkehrswert von börsengängigen Wertpapieren ergibt sich aus den notierten Börsenkursen (siehe Anmerkung 4). Wandelschuldverschreibungen werden mit ihrem Nominalwert, der dem bei Fälligkeit entsprechenden Euro-Betrag entspricht, bilanziert.

Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards

Für die Einflüsse von neuen Bilanzierungsvorschriften verweisen wir auf den veröffentlichten Jahresabschluss per 31. Dezember 2002.

2 Restrukturierung

Im November 2002 kündigte MorphoSys Restrukturierungsmaßnahmen an. Diese Maßnahmen beinhalteten die Beendigung der klinischen Medikamentenentwicklung und eine geänderte Fokussierung der Vermarktungsstrategie des Unternehmens. Durch die Reduzierung der Kosten wird die finanzielle Situation der Gesellschaft gestärkt. Als Konsequenz reduzierte die Gesellschaft den Personalbestand um 24 %, von 120 auf 91 Mitarbeiter, 26 in Deutschland und 3 in den USA. Am 30. Juni 2003 waren noch Verbindlichkeiten hieraus in Höhe von 140.000 US$ für die Beendigung eines Mietvertrages offen.

3

Änderung der Bilanzierung

In Februar 2002 unterzeichnete die Gesellschaft eine gegenseitige Lizenzvereinbarung mit XOMA Ltd. MorphoSys erhielt eine Lizenz für die Nutzung der XOMA Antikörper-Expressionstechnologie. Diese gilt für die Entwicklung von Antikörperprodukten (einschließlich Fab- und scFv-Fragmenten) im Zusammenhang mit der Phage Display basierten HuCAL[®] Antikörperbibliothek. Zudem erhält MorphoSys eine Lizenz für die Produktion von Antikörpern (einschließlich von Fab- und scFv-Fragmenten). XOMA erhält von MorphoSys im Gegenzug eine Lizenz zur Nutzung der MorphoSys HuCAL[®] GOLD Antikörperbibliothek. Diese wird XOMA für die eigene Zielmolekül-Identifizierung und für seine Forschungsprogramme einsetzen. Die Lizenzvereinbarungen erstrecken sich auch auf alle vergangenen Projekte, in denen MorphoSys beim Einsatz seiner Technologie XOMA’s Expressions-Technologie eingesetzt hat.

Im Rahmen der Vereinbarung hat MorphoSys in den ersten sechs Monaten 2002 Ausgaben in Höhe von 1,1 Mio. EUR für den Einsatz der Lizenz in der Vergangenheit realisiert, und für die erworbene Lizenz 4,6 Mio. EUR als immateriellen Vermögensgegenstand aktiviert. Später erstellte die Gesellschaft eine Bewertung, um den Marktwert der Lizenz auf vergangene und zukünftige Aktivitäten aufteilen zu können. Als Ergebnis der Bewertung erhöhte das Unternehmen den Wert für den Einsatz der Lizenz in der Vergangenheit und verminderte den zukünftigen Wert der Lizenz. Dementsprechend hat die Gesellschaft den Abschluss für die ersten sechs Monate des Jahres 2002 überarbeitet, um diese Anpassung darzustellen.

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4 Börsengängige Wertpapiere

Börsengängigen Wertpapiere setzen sich zum 30. Juni 2003 und 31. Dezember 2002 wie folgt zusammen (in Tausend Euro):

Unreali- Unreali-
in Tsd. EUR Anschaffungs-
kosten
sierter
Gewinn
sierter
Verlust
Marktwert
31. Dezember 2002
HVB Euro Bond 3.794
0

(526)
3.268
HVB Schuldverschreibung 2.789
0

(269)
2.520
DB Geldmarktfonds 12.611
239

0

12.850
19.194
239

(795)
18.638
Zweckgebundene
flüssige Mittel 364
18.274
31. Juni 2003
HVB Euro Bond 3.268
0

(57)
3.211
HVB Schuldverschreibung 2.562
0

-

2.562
DB Geldmarktfonds 12.678
247

-
12.925
18.508
247

(57)
18.698
Zweckgebundene
flüssige Mittel 364
18.334

Der nicht realisierte Gewinn von 189.832 EUR zum 30. Juni 2003 ist als separate Eigenkapitalposition ausgewiesen. Der nicht realisierte Verlust von 2002 ist auf einen Rückgang des Marktwertes von zwei marktgängigen festverzinslichen Wertpapieren bei der Hypovereinsbank zurückzuführen, verursacht durch eine Herabstufung des Ratings der Bank, das jedoch immer noch im Bereich einer sicheren Anlage bewegt.

Veräußerungserlöse aus dem Verkauf von börsengängigen Wertpapieren betrugen 8.722.413 EUR und 17.020.758 EUR zum 30. Juni 2003 bzw. 2002. Im ersten Halbjahr 2003 und 2002 betrugen die Netto-Gewinne aus Verkäufen von börsengängigen Wertpapieren 196.831 EUR bzw. 93.927 EUR.

Die Gesellschaft investierte einen Gesamtbetrag von 3.800.000 EUR in eine stille Beteiligung der HypoVereinsbank Luxemburg sowie einen Betrag in Höhe von 2.800.000 EUR in eine Schuldverschreibung der HypoVereinsbank AG. Nach "SFAS No. 115 Accounting for Certain Investments in Debt and Equity Securities", werden beide Investitionen mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und in der Bilanz der Gesellschaft unter den kurzfristigen Geldanlagen ausgewiesen. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral behandelt und als Teil der kumulierten sonstigen Comprehensive Income/Loss ausgewiesen. Stellt sich allerdings heraus, daß ein Rückgang des beizulegenden Zeitwertes der kurzfristigen Geldanlagen nicht nur vorübergehend ist, so wird die Geldanlage auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Der abgeschriebene Betrag ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Wertminderung von Wertpapieren des Umlaufvermögens enthalten.

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Nach den Bilanzierungsregeln der Gesellschaft ist anzunehmen, dass börsengängige Wertpapiere eine Wertminderung erfahren, wenn der beizulegende Zeitwert über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten geringer ist als ihre Anschaffungskosten. In 2002/2003 wurden die Investitionen der MorphoSys AG bei der HypoVereinsbank mehr als sechs Monate unter ihren Anschaffungskosten gehandelt, so dass die Gesellschaft eine Wertberichtigung dieser Wertpapiere vorgenommen hat. Dementsprechend wurden Wertminderungen in Höhe von 753.768 EUR bis zum 30. Juni 2003 berücksichtigt.

Sollten weitere Wertminderungen am Ende einer folgenden Periode auftreten, wird die Gesellschaft weitere Wertberichtigungen vornehmen.

5 Derivative Finanzinstrumente

In Mai 2003 hat MorphoSys ein Devisentermingeschäft abgeschlossen, um Fremdwährungsrisiken abzusichern, die im Rahmen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in USDollar anfallen. Am 30. Juni 2003 stehen noch zukünftige Verträge mit einer geplanten Summe von 5.190.583 EUR oder 5.812.500 US$ aus, die zwischen Juli 2003 und Februar 2004 fällig werden. Der Marktwert zum 30. Juni 2003 beträgt 186.486 EUR und wurde als sonstiger Vermögensgegenstand bilanziert. Folgende Devisentermingeschäfte stehen zum 30. Juni 2003 aus:

In Tsd. EUR 30.06.2003 30.06.2002
Kurssicherungsgeschäfte von zukünftigen Umsätzen
US$ 5,813 0
Marktwert der Devisentermingeschäfte in EUR 186 0

Für die am 30. Juni 2003 endende Periode sind Gewinne in Höhe von 11.286 EUR zu verzeichnen, welche aus Sicherungsgeschäften in 2003 stammen.

6 Gebundenes Vermögen

Das Unternehmen hat bestimmte liquide Mittel und Geldmarktpapiere als gebunden klassifiziert, die in ihrer Verwendung beschränkt sind. Per 30. Juni 2003 hatte das Unternehmen Verpflichtungen in Höhe von 364.000 EUR für ausgestellte Bankgarantien und 136.900 EUR für Wandelanleihen, ausgewiesen.

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7 Kumuliertes sonstiges Comprehensive Income/(Loss)

Das kumulierte sonstige Comprehensive Income/(Loss) besteht aus nicht-realisierten Gewinnen oder Verlusten aus der Bewertung von börsengängigen Wertpapieren und aus der Währungsumrechnung aufgrund der Konsolidierung. Am 30. Juni 2003 bzw. 31. Dezember 2002 besteht das kumulierte sonstige Comprehensive Income/(Loss) aus folgenden Posten (in Tsd. EUR):

Drei Monate bis zum 30.06.2003 31.12.2002
Nicht realisierter Gewinn aus börsengängigen Wertpapieren 990 44
Währungsumrechnung (22) (5)
Kumuliertes sonstiges Comprehensive Income 968 39
Sechs Monate bis zum 30.06.2003 31.12.2002
Nicht realisierter Gewinn aus börsengängigen Wertpapieren 190 67
Währungsumrechnung 24 27
Kumuliertes sonstiges Comprehensive Income 213 94

8 Immaterielle Vermögensgegenstände

Im folgenden werden die immateriellen Vermögensgegenstände per 30. Juni 2003 und 31. Dezember 2002 (in Tsd. EUR) näher erläutert:

Im folgenden werden die immateriellen Vermögensgegenstände per 30. Juni 2003 und 31.
Dezember 2002 (in Tsd. EUR) näher erläutert:
Im folgenden werden die immateriellen Vermögensgegenstände per 30. Juni 2003 und 31.
Dezember 2002 (in Tsd. EUR) näher erläutert:
Im folgenden werden die immateriellen Vermögensgegenstände per 30. Juni 2003 und 31.
Dezember 2002 (in Tsd. EUR) näher erläutert:
in Tsd. EUR 30.06.2003 31.12.2002
Amortisierte immaterielle Sachanlagen
Patente 8.547 8.531
Lizenzrechte 3.810 3.810
Kumulierte AmortisierungPatente (2.144) (1.717)
Kumulierte AmortisierungLizenzen (648) (457)
Nicht amortisierte immaterielle Vermögensgegenstände
Patente 91 85
Immaterielle Vermögensgegenstände, netto 9.656 10.252

Die Veränderungen des Buchwertes von nicht abgeschriebenen Patenten für den am 30. Juni 2003 endenden Zeitraum setzten sich wie folgt zusammen (in Tsd. EUR):

in Tsd. EUR
Nicht amortisierte Sachanlagen
Saldo per 31. Dezember 2002 85
Zugänge für die ersten sechs Monate 2003 6
Wertberichtigungauf Patentkosten -
Saldo per 30. Juni 2003 91

Die Abschreibungen auf immateriellen Anlagen für das erste Halbjahr 2003 betrugen 617.010 EUR (30. Juni 2002: 621.879 EUR)

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9 Sachanlagen

Die Sachanlagen setzen sich zum 30. Juni 2003 und zum 31. Dezember 2002 wie folgt zusammen (in Tsd. Euro):

Die Sachanlagen setzen sich zum 30. Juni 2003 und zum 31. Dezember 2002 wie folgt
Die Sachanlagen setzen sich zum 30. Juni 2003 und zum 31. Dezember 2002 wie folgt
Die Sachanlagen setzen sich zum 30. Juni 2003 und zum 31. Dezember 2002 wie folgt
zusammen (in Tsd. Euro):
in Tsd. EUR 31.06.2003 31.12.2002
Büro- und Laborausstattung 3.205
3.145
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.263
1.260
Erworbene Software 1.114
1.044
Gesamt 5.582
5.449
Abzüglich kumulierter Abschreibung (3.791) (3.351)
Sachanlagen(netto) 1.791
2.098

10 Eventualverbindlichkeiten

Im Juli 2001 wurde beim US-Bezirksgericht von Massachusetts in Boston von Applied Molecular Evolution (AME) eine Klage gegen die Gesellschaft eingereicht, in der die Verletzung der Kauffman-Ballivet-Patentfamilie durch MorphoSys behauptet wird. Diese Ende der neunziger Jahre erteilten Patente betreffen die stochastische Produktion von Proteinen. Ein Verhandlungstermin wurde bisher noch nicht angesetzt, obwohl MorphoSys im Januar 2003 bestätigt hat, dass die Gesellschaft einen positiven "Report and Recommendation" vom Amtsrichter an den Bezirksrichter des Bezirksgericht in Boston, Massachusetts, USA in der von Applied Molecular Evolution eingereichten Klage erhalten hat. Der Amtsrichter empfahl, dass der Antrag von MorphoSys auf ein Urteil im abgekürzten Verfahren wegen Nichtverletzung zulässig ist, und dass der Antrag von AME auf ein Teilurteil im abgekürzten Verfahren wegen Patentverletzung abzulehnen ist. Daher sind keine Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten in der Bilanz des Unternehmen vorgenommen worden.

Im Dezember 2002 hat die Gesellschaft mit Cambridge Antibody Technology (CAT) einen Vergleich geschlossen, in dem alle Patentstreitigkeiten zwischen den beiden Gesellschaften beigelegt werden. Im Zusammenhang mit dem Vertrag verpflichtet sich MorphoSys über die nächsten fünf Jahre jeweils eine Million Euro pro Jahr an CAT zu zahlen. Zusätzlich wird MorphoSys 588.160 neue Aktien an CAT ausgeben, sowie weitere Meilensteinzahlungen und Tantiemen leisten. Dafür erhält MorphoSys eine Lizenz für diverse CAT-Patente in Bezug auf die vergangene und die zukünftige Entwicklung von HuCAL[®] Bibliotheken. Die Gesellschaft hat weiterhin eine Option, sich gegen eine definierte Barzahlung zu jeder Zeit aus allen Verpflichtungen freizukaufen. MorphoSys hat im Zusammenhang mit der Beilegung eine Rückstellung im Jahr 2002 gebildet. Die Gesellschaft hat eine Beratungsfirma beauftragt, eine Bewertung durchzuführen, die die notwendigen Informationen bereitstellt, um die Bilanzierung abzuschließen. Deshalb kann die zukünftige Bilanzierung wesentlich vom jetzt geschätzten Ausweis abweichen. Zusätzlich hat die Gesellschaft die jährlichen Zahlungen um 1,2 Mio. EUR abdiskontiert und sie zum Marktpreis von 3,8 Mio. EUR ausgewiesen. Dieser Betrag wird über die Laufzeit der Zahlung als Zinsaufwand aufgelöst. Einige Punkte des Vertrages werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr des Jahres 2003 erfüllt werden. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die Bilanzierung des Vertrages abschlossen.

Der Vorstand der Gesellschaft ist sich keiner sonstigen Angelegenheiten, die zu wesentlichen Verpflichtungen der Gesellschaft führen und eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, bewusst.

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11 Eigenkapital

Grundkapital

Am 30. Juni 2003 betrug das Eigenkapital der Gesellschaft 12.939.516 EUR. Dies ist ein Anstieg von 1.090.398 EUR seit dem 31. Dezember 2002 aufgrund der Ausgabe von 363.466 Aktien an XOMA durch eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Diese Kapitalerhöhung wurde am 6. Mai 2003 im Handelsregister eingetragen.

Am 23. Dezember 2002 stimmte MorphoSys im Zusammenhang mit der Beilegung des Patentstreits mit Cambridge Antibody Technology (CAT) zu, eine Kapitalbeteiligung gegen eine Sacheinlage in Höhe von 588.160 Aktien für eine von CAT gewährte Lizenz zur Verwendung verschiedener Technologien auszugeben. Die Lizenzvereinbarung und den Einbringungsvertrag mit CAT wurden am am 7. Juli 2003 unterschrieben. Am 30. Juni 2003 war die Kapitalerhöhung noch nicht im Handelsregister eingetragen.

Genehmigtes Kapital

Am 6. Mai 2003 wurden an Xoma durch eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage 363.466 Aktien an genehmigtem Kapital I ausgegeben. Auf der Hauptversammlung am 16. Mai 2003 wurde die Gesellschaft dazu berechtigt, maximal 1.725.269 neue Aktien aus dem genehmigten Kapital I auszugeben.

Auf der Hauptversammlung am 16. Mai 2003 wurde die Gesellschaft dazu berechtigt, maximal 431.317 neue Aktien aus dem genehmigten Kapital II auszugeben.

Bedingtes Kapital

In den ersten sechs Monaten wurden weder Aktienoptionen noch Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

Auf der Hauptversammlung am 16. Mai 2003 wurde die Gesellschaft dazu berechtigt, maximal 1.275.000, 450.269 und 111.447 neue Aktien aus dem bedingten Kapital III, IV, und V auszugeben.

Kapitalrücklage

Am 30. Juni 2003 betrug die Kapitalrücklage 63.362.051 EUR (31. Dezember 2002: 59.193.912 EUR). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr liegt im Wesentlichen an der Zuführung durch die Ausgabe von Aktienoptionen in Höhe von 1.057.243 EUR, sowie aus der XOMA-Transaktion in Höhe von 3.110.896 EUR.

Eigene Anteile

Die eigenen Anteile betrugen 21,934 EUR (59,762 Aktien) und blieben unverändert im Vergleich zum 31. Dezember 2002.

23

A N H A N G Z U M K O N Z E R N A B S C H L U S S - U N G E P R Ü F T

12 Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen

Mit Zustimmung der Hauptversammlung wurde die Gesellschaft ermächtigt abhängig von der Zustimmung des Aufsichtsrates und des Vorstands, bis zum 30. Juni 2006 bis zu 300.000 unverzinsliche Wandelschuldverschreibungen mit einem Nennwert von je 1,00 Euro pro Stück (Gesamtnennbetrag: EUR 300.000) an Mitarbeiter und an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft und der Tochtergesellschaft auszugeben. Die Bezugsrechte der Aktionäre wurden ausgeschlossen.

Am 1. April 2003 wurden 70.700 Wandelschuldverschreibungen an Mitarbeiter der Gesellschaft und an den Vorstand ausgegeben.

Durch die Zustimmung der Hauptversammlung im 16. Mai wurden die Aufsichtsratsmitglieder ermächtigt 10.500 Wandelschuldverschreibungen bis Mitte Juli zu zeichnen.

Am 1. Juli 2003 erhielten verschiedene Mitarbeiter insgesamt 15.000 neue Aktienoptionen. Ebenfalls am 1. Juli 2003 erhielt der Vorstand 36.000 Aktienoptionen und 14.000 Wandelschuldverschreibungen.

13 Transaktionen von Organmitgliedern

Die nachstehende Tabelle zeigt die Aktien, Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen, die der Vorstand und der Aufsichtsrat hält, sowie Änderungen des Eigentums im ersten Halbjahr 2003:

Aktien
01.01.2003
Zugänge
Verkäufe
30.06.2003
Vorstand
Dr. Simon Moroney
(durch ein beherrschtes
Unternehmen)
113.461

113.461
Dave Lemus


Dr. Thomas von Rüden


Gesamt
113.461

113.461
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller


Dr. Daniel Camus


Prof. Dr. Jürgen Drews


Prof. Dr. Andreas Plückthun
59.300
59.300
Dr. JörgReinhardt


Dr. GeoffreyN. Vernon


Gesamt
59.300

59.300

24

A N H A N G Z U M K O N Z E R N A B S C H L U S S - U N G E P R Ü F T

30.06.2003
25.000
21.000
50.700
96.700
6.100

5.930
3.500
3.500
3.500
22.530
30.06.2003
24.000
20.000
20.000
64.000






Aktienoptionen
01.01.2003
Zugänge
Verkäufe
30.06.2003
Vorstand
Dr. Simon Moroney
25.000

25.000
Dave Lemus
21.000

21.000
Dr. Thomas von Rüden
50.700

50.700
Gesamt
96.700

96.700
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller
6.100

6.100
Dr. Daniel Camus


Prof. Dr. Jürgen Drews
5.930

5.930
Prof. Dr. Andreas Plückthun
3.500
3.500
Dr. JörgReinhardt
3.500

3.500
Dr. GeoffreyN. Vernon
3.500

3.500
Gesamt
22.530

22.530
Wandelschuldverschreibungen
01.01.2003
Zugänge
Verkäufe
30.06.2003
Vorstand
Dr. Simon Moroney
12.000
12.000
24.000
Dave Lemus
10.000
10.000
20.000
Dr. Thomas von Rüden
10.700
10.000
20.000
Gesamt
32.000
32.000
64.000
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Möller


Dr. Daniel Camus


Prof. Dr. Jürgen Drews


Prof. Dr. Andreas Plückthun

Dr. JörgReinhardt


Dr. GeoffreyN. Vernon


Gesamt


I M P R E S S U M 25

Impressum

Kontakt

Unternehmenskommunikation

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Dave Lemus Finanzvorstand Tel.: +49 89 899 27-439 Fax: +49 89 899 27-5439

MorphoSys AG Lena-Christ-Str. 48 82152 Martinsried / Planegg Deutschland

E-mail: [email protected] Internet: www.morphosys.com